Für die Technical-Death-Metal-Band Allegaeon ist Stillstand keine Option. Die in Colorado ansässige Gruppe hat sich nie mit Stagnation abgefunden, sondern lebt vielmehr von Chaos, Wandel und Weiterentwicklung. Ihr aktuelles Album, „The Ossuary Lens“, ist ihr siebtes, aber vor allem das erste mit dem ursprünglichen Sänger Ezra Haynes seit seinem Ausstieg im Jahr 2015 nach dem Album „Elements Of The Infinite“. Einen Sänger zu ersetzen ist keine leichte Aufgabe, daher ist die Tatsache, dass Haynes bereit war, wieder einzusteigen, ein Grund zum Feiern.
Der klarere Gesangsansatz auf den letzten drei Alben war ein faszinierender künstlerischer Schachzug, der Allegaeon neuen Schwung verlieh, doch es ist unbestreitbar aufregend, Haynes’ raue Stimme auf diesem zweifellos brutalen und technisch brillanten Werk wieder zu hören. Die Texte sind ebenso anspruchsvoll wie das progressive musikalische Können, was zu einer Reihe von Songs führt, die einfach umhauen. Obwohl es sich nicht um ein Konzeptalbum im traditionellen Sinne handelt, gibt es ein übergreifendes Thema auf dem neuen Album – „The Ossuary Lens“ ist eine Darstellung verschiedener Sichtweisen auf den Tod.
Gorod gelten als eine der wichtigsten Bands der Tech-Death-Szene in Frankreich. Die aus Bordeaux stammende Band erlangte ihren weltweiten Durchbruch in den USA und baut ihre Bekanntheit dank unzähliger Tourneen durch Europa, Nordamerika, aber auch Japan und Südostasien weiter aus. 2023 erschien ihr Album „The Orb“.
Gorod sind keineswegs nur eine Band, die klassischen Technical Death Metal spielt, sondern sie streben danach, ihre Inspirationen zu diversifizieren. Mit einem einzigartigen Groove, vermischt mit Melodien und reichhaltigen Harmonien aus dem Jazz, Funk und Rock der 70er-Jahre, verleiht ihnen ihr progressiver und raffinierter Ansatz eine einzigartige Identität.
Die amerikanischen Death-Metal-Meister Abysmal Dawn veröffentlichten 2020 ihr Album „Phylogenesis“. Nicht, dass Abysmal Dawn sich seit der Veröffentlichung ihres hochgelobten Albums „Obsolescence“ aus dem Jahr 2014 zurückgezogen hätten. Ganz im Gegenteil. Sie tourten viermal durch Nordamerika und waren zum ersten Mal in Europa und Südamerika unterwegs. Zu sagen, dass „Phylogenesis“ eine Erweiterung oder Fortsetzung von „Obsolescence“ ist, ist nicht ganz so einfach, wie es eigentlich sein sollte. Einerseits sind alle Markenzeichen von Abysmal Dawn – technische Raffinesse, Brutalität und Melodie – nach wie vor fest in der Songstruktur verankert. Andererseits ist das fünfte Album der Band stimmiger, rhythmisch ausgefeilter und weitaus experimentierfreudiger.
Photocredit: Pressefotofreigabe von Echelon Artists